Arginin und Blutdruck

Erfahren Sie mehr über den Zusammenhang zwischen L-Arginin und der Regulation des Blutdrucks.



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L-Arginin, Bluthochdruck und Arginium

Die Aminosäure L-Arginin und Bluthochdruck

Bluthochdruck ist nach Definition der Deutschen Hochdruckliga eine Erkrankung des Gefäßsystems, bei der die Blutdruckwerte dauerhaft zu hoch sind. Ideal sollte der Blutdruck geringer als 120/80 mm Hg (Quecksilber) sein, ein Wert bis 140/90 mm Hg gilt noch als normal. Dabei reguliert der menschliche Körper den Blutdruck auf vielfache Weise. Seit den 1980er Jahren ist bekannt, dass auch das kleine Molekül NO (Stickstoffmonoxid) maßgeblich an der körpereigenen Regulierung des Blutdrucks beteiligt ist. Für diese Erkenntnisse erhielten 1998 die drei Wissenschaftler Robert F. Furchgott[1] , Louis J. Ignarro[2] und Ferid Murad[3] gemeinsam den Nobelpreis für Medizin. Das für die Regulierung des Blutdrucks so wichtige Molekül NO wird im Körper wiederum aus der Aminosäure L-Arginin gebildet. Daher spielt Arginin eine so wesentliche Rolle bei der Regulierung des Blutdrucks.

Risiken für die Gesundheit

Ein zu hoher Blutdruck geht u.a. mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher. In der Folge besteht dann das Risiko lebensbedrohlicher Vorkommnisse wie z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall. Daher sollte bei einem zu hohen Blutdruck in jedem Fall eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Die Einstellung mit Medikamenten und / oder die Umstellung von Lebensgewohnheiten müssen dann dafür sorgen, dass sich der Blutdruck wieder normalisiert.

Ursachen von zu hohem Blutdruck

Neben der genetischen Veranlagung kann ein zu hoher Blutdruck durch viele verschiedene Faktoren verursacht sein. Wesentlich ist jedoch in der Regel ein über Jahre oder Jahrzehnte praktizierter Lebensstil mit zu wenig Bewegung, falscher Ernährung oder zu hohem Tabak- oder Alkoholkonsum.

Behandlung des Bluthochdrucks

Die richtige Behandlung des Bluthochdrucks gehört in die Hände eines Arztes. Neben den heute zur Verfügung stehenden Medikamenten sollte eine Therapie aber immer nicht-medikamentöse Maßnahmen umfassen, die zu einer Senkung des Blutdrucks führen:

                • Einstellung des Rauchens
                • Sportliche Aktivität
                • Gewichtsabnahme
                • Natrium-arme Ernährung
                • Verzicht, zumindest Reduktion des Alkoholkonsums
                • Reduktion der Fett-Zufuhr, stattdessen obst- und gemüsehaltige Ernährung

Bei einem nur geringen Bluthochdruck wird häufig nur auf diese Änderungen des Lebensstils abgehoben und auf eine medikamentöse Therapie zunächst verzichtet.

L-Arginin, NO und Bluthochdruck

Was hat es nun mit dem Arginin auf sich?
Chemisch gibt es zunächst zwei Formen des Arginins, das sogenannte L-Arginin und das sogenannte D-Arginin, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten. Nur das sogenannte L-Arginin gehört zu den semi-essenziellen Aminosäuren und hat für den menschlichen Körper Relevanz. Wenn wir im Folgenden „Arginin“ schreiben, ist daher immer das L-Arginin gemeint. Arginin ist also eine natürliche Aminosäure und u.a. deswegen so lebenswichtig, weil in unseren Zellen aus dem Arginin das kleine Gas-Molekül Stickstoffmonoxid NO gebildet wird. Dieses NO und führt nun zu einer deutlichen Absenkung des Blutdrucks und ist daher ein wesentlicher Regulator des Blutdrucks. Auf diesem Effekt beruht z.B. die Wirkung von Viagra zur Behandlung der erektilen Dysfunktion und auch die Verwendung von Arginin bei Störungen der Potenz. Nach Auswertung der Daten an insgesamt 387 Patienten kommen Dong et al.[4] zu dem Ergebnis, dass die Einnahme von Arginin eine signifikante Senkung des Blutdrucks bewirkt. Die Dosierung in entsprechenden Studien lag zwischen 4 g und 24 g Arginin pro Tag.

[1] Furchgott et al., The obligatory role of endothelial cells in the relaxation of arterial smooth muscle by acetylcholine, Nature, 288, 373-376, 1980

[2] Ignarro JI et al., Endothelium-derived relaxing factor produced and released from artery and vein is nitric oxide, Proc Nathl Acad Sci, 84, 9265-9269, 1987

[3] Murad F et al., Endothelium-dependent and nitrovasodilator-induced activation of cyclic GMP-dependent protein kinase in rat aorta, J Cyclic Nucleotide Protein Phosphor Res, 6, 415-425 1983-1984

[4] Dong et al., Effect of oral L-arginine supplementation on blood pressure: a meta-analysis of randomized, double-blind, placebo-controlled trials, Am Heart J, 162, 959-965, 2011